vocal ecotism

Klagemühle/

Mourning Wheel

Hugo Ball

Totenklage/Death Chant 

die Aufnahme auf soundcloudArrow Right

the recording at soundcloudArrow Right

Ein Trauergesang 

für alle Arten, die aufgrund des Klimawandels und der Umweltverschmutzung in den kommenden Jahren aussterben werden. 

Die Klagemühle funktioniert wie eine traditionelle tibetische Gebetsmühle: 

Mit jedem Anhören geht eine Klage in die Welt.


A lament 

for all species that will become extinct in the coming years as a result of climate change and environmental pollution.

The mourning wheel works like a traditional Tibetan prayer wheel: 

with every listen, a lament is sent out into the world.

English below!


Das Artensterben ist eine der großen ökologischen Katastrophen unserer Zeit. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Rate des Artensterbens gegenwärtig etwa 100 mal höher liegt als in den vergangenen zehn Millionen Jahren 

(Quelle: TagesschauArrow Right). 

Etwa ein Viertel aller Arten auf der Erde ist vom Aussterben bedroht. Wir sind in der historisch einzigartigen Situation, einen unvorstellbar großen Verlust, der sich in der Gegenwart und Zukunft abspielt, akzeptieren und betrauern zu müssen. Dazu bietet diese Klagemühle eine erste Option, die sich künstlerischer Mittel bedient. Hugo Balls „Totenklage“ ist 1916 im Rahmen der ersten DaDa-Veranstaltungen in Zürich entstanden und hat sich damals gegen den Wahnsinn des ersten Weltkriegs gewandt. Das Lautgedicht verweigerte sich selbst der üblichen Sprache und Grammatik, um zu zeigen, wie sehr die gesamte Kultur inklusive der Sprache Verantwortung für das Drama dieses entfesselten Krieges trägt. Heute fehlen uns noch die Worte und die Sprache, um die absehbare Katastrophe für das Leben auf der Erde erfassen zu können. Vieles wird sich nicht mehr verhindern lassen und wir müssen beginnen zu trauern, um das Allerschlimmste noch abwenden zu können.

ENGLISH

Species extinction is one of the great ecological disasters of our time. Scientists estimate that the current rate of species extinction is around 100 times higher than it has been over the past ten million years 

(Source: TagesschauArrow Right).

 

Around a quarter of all species on Earth are threatened with extinction. We find ourselves in a historically unique situation in which we must accept and mourn an unimaginably great loss that is unfolding in the present and the future. This mourning wheel offers an initial response to this, using artistic means. Hugo Ball’s “Totenklage” (Lament for the Dead) was created in 1916 as part of the first Dada events in Zurich and was directed at the madness of the First World War. The sound poem rejected conventional language and grammar in order to demonstrate the extent to which the entire culture, including language itself, bears responsibility for the tragedy of this unbridled war. Today, we do not yet have the words or the language to grasp the impending catastrophe for life on Earth. Much of it can no longer be prevented, and we must begin to mourn in order to avert the very worst.

Es gibt natürlich auch die Option, die Totenklage selbst zu rezitieren. Unten findet sich der Text!

There is of course also the option to recite the Death Chant yourself. You find the text below!

Hugo Ball

Totenklage


ombula
take
bitdli
solunkola
tabla tokta tokta takabla
taka tak
Babula m'balam
tak tru - ü
wo - um
biba bimbel
o kla o auwa
kla o auwa
la - auma
o kla o ü
la o auma
klinga - o - e - auwa
ome o-auwa
klinga inga M ao - Auwa
omba dij omuff pomo - auwa

tru-ü
tro-u-ü o-a-o-ü
mo-auwa
gomun guma zangaga gago blagaga
szagaglugi m ba-o-auma
szaga szago
szaga la m'blama
bschigi bschigo
bschigi bschigi
bschiggo bschiggo
goggo goggo
ogoggo
a-o –auma

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